Verfahrensbeschreibung


Das Reibschweißen ist nach der Definition des DVS ein Preßschweißverfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Fügeteilen. Das Verfahren beruht auf der Wirkung von Reibung. Durch Druck und einer Relativbewegung zwischen den Kontaktflächen zweier Körper entsteht Reibungswärme. Diese Reibungwärme wird gezielt genutzt, um Fügeteile in einer hohen Qualität stoffschlüssig miteinander zu verbinden.

Einleitungsphase

Die zu verbindenden Teile werden in die dafür vorgesehenen Spannvorrichtungen aufgenommen (Schlitten, Spindel), und es erfolgt eine Zustellbewegung durch einen Schlitten. Dabei wird eine Spindel auf eine bestimmte Drehzahl gebracht.



Reibphase 1

Bei der ersten Berührung der Fügeflächen kommt es zu einem Temperaturanstieg, aufgrund der Relativbewegung zwischen den Fügeteilen unter Druck.



Reibphase 2

Durch die entstehende Reibungswärme wird das Material plastisch und weicht unter dem anstehenden Druck zur Seite aus. Damit tritt eine Längenverkürzung ein. Nach ausgiebigem Energieeintrag erfolgt ein Abbremsen der Spindel bis zum Stillstand.



Stauchphase 1

Bei still stehender Spindel werden die Teile unter erhöhtem Druck zusammengepresst und die Temperatur sinkt kontinuerilich ab.




Stauchphase 2

Am Ende der Stauchphase sind die Teile fest mit einander Verschweißt.